Zurück zur Conliste.

Bericht zu "Der Tote im Wald"

Es ist ein Tag im Frühjahr, voller Sonnenlicht und Wärme. Auf dem Karawanenweg aus dem Süden in Richtung der Rothenburg machen Händler und Reisende Rast am Forsthaus am Rande des Alten Waldes. Auf dem Weg dorthin werden sie von räuberischen Bauern belästigt, die aber keine große Gefahr darstellen. Der Förster,seine Frau wären auf den Ansturm nicht eingerichtet gewesen, wenn nicht Markgraf Gorold in den folgenden Tagen zur Jagd angekündigt wäre. Allerdings ist die Försterfamilie nicht begeistert von all den Menschen und Elfen, die da mit einem Mal erscheinen, denn die Tochter der Försters ist vor einiger Zeit gestorben.

Während die ersten Gäste sich bereits mit dem Aufbau der Zelte beschäftigen, bringen Neuankömmlinge eine schlechte Botschaft: Auf einem der Waldwege haben sie einen toten Elf gefunden! Er hat ein Pfeilwunde am Rücken, die Ohren sind abgeschnitten. Dies verursacht vor allem unter den anwesenden Elfen einige Aufregung.

Zwei grimmige Elfen und eine weniger grimmige Elfin sind am Rätseln: Wer war der Mörder?
(Von rechts nach links: Talon Dunkelfalke, Visdrosch, weiß-nicht-mehr)

Auf den Erkundungsgängen durch den Wald fällt allen auf, daß keine Tiere mehr zu sehen oder zu hören sind. Und das vor der großen Jagd von Markgraf Gorold. Dabei ist der Wald ja noch kaum erschlossen und nur von sehr wenigen Menschen bewohnt.

Am Abend, als die Reisenden beim Feuer sitzen, tauchen im Wald Irrlichter auf. Sie versuchen allerdings nicht, jemanden in den Wald zu locken. Dann erscheint der Geist des getöteten Elfen. Er nennt sich Siridon, Hüter des Waldes und legt auf die Anwesenden den Fluch, sie würden sterben, wenn sie nicht den Mörder fänden. Hinterträchtig sei er in den Rücken geschossen worden und habe den Mörder deswegen nicht erkennen können.

Danach versammeln sich die Gäste in der Hütte und besprechen die Geschehnisse des Tages. Unter den Gästen ist auch Barnabas, der bald darauf der Herzog von Hornstein werden sollte. Aber das ist eine andere Geschichte.

Das ist er nun, der inzwischen bekannte Barnabas, seines Zeichens Herzog von Hornstein.
Leider ist er momentan nicht mehr so gut bei Kräften wie hier. Die Hadraner haben ihm übel mitgespielt. Aber das wissen die Hornsteiner besser.

Am nächsten Morgen trinkt einer der Gäste aus dem Brunnen und stirbt. Es wird festgestellt, daß das Wasser im Brunnen vergiftet worden ist. Eine Magierin entgiftet das Wasser, aber wer der Täter war, findet niemand heraus.

Nach dem sättigendem Frühstück wird im Wald ein Heiligtum gefunden, welcher Gottheit oder Wesen es zugeordnet ist, kann nicht genau geklärt werden. Klar ist nur, daß es eine sehr alte Kraft ist. Die Elfen bekommen in der Nähe dieses Ortes Kopfschmerzen.

Wieder zurück im Lager tauchen unbemerkt von den Gästen Orks in der Hütte des Försters auf und zeigen ein Papier vor. Der Förster kann aber nicht lesen und die Orks machen ihm verständlicherweise Angst. Er alarmiert die wehrhaften Gäste und die Elfen und ein paar Bewaffnete zögern nicht lange. Der Zettel stellt sich als ein Passierschein heraus. Es wird vermutet, die Orks hätten ihn dem toten oder noch lebenden Elfen abgenommen.

Noch mehr Verwirrung bringt der Jägersbub, der das Fleisch für das abendliche Grillen bringt. Er erzählt seltsame Dinge über den Wald. Zum Beispiel hätte der Jäger schon seit einigen Tagen nur noch mit großer Mühe hier im Wald etwas erjagen können. Dies sei von einem auf den anderen Tag so gewesen.

Der lispelnde Jägersbub (»Mich hat der Jäger gefickt«) links unterhält sich mit dem Gewürzhändler aus Tikon in der Mitte und dem Münzschneider Galdor auf der rechten Seite.

Während sich ein Teil der Gäste am Abend in der zur Schwitzhütte umgebauten Forsthütte vergnügt, begeben sich die Elfen noch einmal zum Heiligtum im Wald. Dort finden sie den Förster bewußtlos vor den Steinen liegen. In der Annahme, er bete einen bösen Geist an und habe den Elfen Siridon umgebracht, schneiden sie ihm direkt an den heiligen Steinen die Kehle durch. Als die Frau des Försters und sein Gehilfe das erfahren, verlassen sie fluchtartig das Forsthaus. Die Frau wird seither immer wieder gesehen, die Bauern halten sie für verrückt.

Am Morgen liegt Schnee, mehrere Finger hoch, die Gäste reisen ab.

Zurück zur Conliste.

© Hannes Hesse ().